Die Treibhausgasbilanz eines Unternehmens kann nach der ausgaben- oder der aktivitätsbasierten Methode berechnet werden.
Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, die in der Treibhausgasbilanzierung verwendet werden: die ausgabenbasierte und die aktivitätsbasierte Methode. Zudem gibt es einen hybriden Ansatz, der eine Mischung aus beiden Methoden darstellt.
Die ausgabenbasierte Methode:
In der ausgabenbasierten Methode wird der monetäre Wert des gekauften Produktes oder Services mit einem ausgabenbasierten Emissionsfaktor multipliziert. Dieser ausgabenbasierte Emissionsfaktor ermöglicht es, die Menge an Emissionen zu berechnen, die pro finanzieller Einheit einer bestimmten Aktivität entsteht.
Die aktivitätsbasierte Methode:
In der aktivitätsbasierten Methode werden tatsächliche Verbrauchswerte aus der Wertschöpfungskette des Unternehmens gesammelt. Die Art der vom Unternehmen gesammelten Daten hängt von seinen spezifischen Aktivitäten ab, umfasst aber in der Regel Dinge wie den Energie- oder Kraftstoffverbrauch, das Produktionsvolumen oder Transportwege. Diese Verbrauchsdaten werden dann mit einem aktivitätsbasierten Emissionsfaktor multipliziert.
Grundsätzlich gilt, dass die aktivitätsbasierte Methode die tatsächlichen Emissionen des Unternehmens besser widerspiegelt als die ausgabenbasierte Methode.
Die hybride Methode:
Die hybride Methode ist eine Kombination aus der ausgabenbasierten und der aktivitätsbasierten Methode. Im Wesentlichen geht es darum, alle verfügbaren aktivitätsbezogenen Daten zu verwenden, um die Emissionen des Unternehmens zu berechnen. Fehlende aktivitätsbezogene Daten werden anschließend durch ausgabenbezogene Daten ergänzt.