Bei der Erstellung von Informationen über den Energieverbrauch müssen Umrechnungsfaktoren für den Energiegehalt von Brennstoffen (so genannte „Heiz-“ oder „Brennwerte“) verwendet werden. Heizwerte können direkte oder indirekte Daten sein, aus verschiedenen Quellen stammen und auf unterschiedliche Weise ausgedrückt werden (z. B. Energie pro Gewicht oder Energie pro Volumen).
Direkte Daten zu Heizwerten ergeben sich aus der Analyse des Wärmeinhalts der verwendeten Brennstoffe, aus der ein Konversionsfaktor abgeleitet wird. Dies wird in der Regel von sehr großen Energieverbrauchern (und Emittenten) durchgeführt, die die von ihnen verwendeten Brennstoffe genau kennen müssen, z. B. bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen.
Indirekte Daten zu Heizwerten können z. B. Daten von Brennstofflieferanten, nationale statistische Daten oder ingenieurwissenschaftliche/technische Faktoren umfassen, die üblicherweise akzeptierte Durchschnittswerte für jeden Brennstofftyp darstellen und häufig als Spannen angegeben werden (z. B. Biodiesel 39-41 MJ/kg).
Übliche Quellen für indirekte Daten zu Heizwerten sind:
- IPCC-Leitlinien für nationale Treibhausgasinventare 2006 (Tabelle 1.2, Seite 1.18), die auch als Referenz für Anhang VI der Verordnung über die Überwachung und Berichterstattung im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems verwendet werden;
- das Jahrbuch der UN-Energiestatistik, das statistische Reihen von Heizwerten für verschiedene Brennstoffe und Länder enthält (siehe die Ergänzung zur Energiestatistik-Datenbank 2021);
- Berichte über nationale Treibhausgasinventare (NIR), die dem UNFCCC vorgelegt werden, und Veröffentlichungen der nationalen Statistik- oder Energiebehörden über Energiestatistiken.
- Es ist wichtig zu beachten, dass sich der Heizwert in den verschiedenen Rechtsordnungen ändert.