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ISO 14067 - Übersicht und Aktivierung

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die ISO 14067 in Climate Hub: was sie umfasst, wie sie für einen PCF-Bericht angewendet wird, welche Systemgrenzen zur Verfügung stehen, welche Treibhausgase erfasst werden und wie die Ergebnisse dokumentiert werden.

Was ist ISO 14067?

Die ISO 14067 ist der grundlegende Standard für die Quantifizierung von Product Carbon Footprints (PCFs). Sie legt die Anforderungen und Leitlinien fest, nach denen die produktbezogenen Treibhausgasemissionen erfasst und ausgewiesen werden.

In Climate Hub bildet die ISO 14067 die methodische Grundlage jedes PCF-Berichts. Weitere Standards wie Catena-X oder PACT bauen darauf auf und ergänzen bzw. verschärfen einzelne Anforderungen.


Wie wird ISO 14067 aktiviert?

Die ISO 14067 ist für jeden PCF-Bericht automatisch aktiv und muss nicht gesondert aktiviert werden. Weitere Standards wählen Sie beim Erstellen eines Berichts aus. Die Standardauswahl kann nach dem Erstellen des Berichts nicht mehr geändert werden. Wie sich ein zusätzlicher Standard auswirkt, ist im Artikel Catena-X: Überblick und Aktivierung beschrieben.


Systemgrenzen

In Anlehnung an ISO 14067 kann der Product Carbon Footprint partiell im Rahmen der Systemgrenze Cradle-to-gate erfasst werden – betrachtet werden dabei die Phasen bis zum Verlassen des Werkstors – oder vollständig als Cradle-to-grave unter Betrachtung aller Lebenszyklusphasen. Eine systematische Darstellung der unterschiedlichen Systemgrenzen finden Sie in der folgenden Abbildung.


 Ein Bild, das Text, Screenshot, Schrift, Visitenkarte enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Hinweis: Ist ausschließlich ISO 14067 aktiv, können Sie die Systemgrenze frei wählen. Zusätzlich aktivierte Standards können diese Wahl einschränken – bei Catena-X ist die Systemgrenze z. B. fest auf Cradle-to-gate gesetzt.


Erfasste Treibhausgase

Gemäß dem aktuellen IPCC Assessment Report (AR6) werden alle relevanten Treibhausgase quantitativ erfasst. Die Darstellung erfolgt aktuell als Gesamtsumme in CO2-Äquivalenten (CO2e).

Künftig werden die Emissionen – sofern vorhanden – zusätzlich in Einzelgase aufgeschlüsselt (CO2, CH4, N2O, HFC, PFC, SF6, NF3), was eine präzisere Analyse und differenzierte Berichterstattung ermöglicht. 


Ergebnisse und PDF-Bericht

Die Ergebnisse werden in einem eigenständigen PDF-Bericht zusammengeführt, der sowohl die methodischen Annahmen als auch die zentralen Ergebnisse transparent dokumentiert. Zusätzlich werden die verwendeten Emissionsfaktoren inklusive ihrer Quellen offengelegt. Damit erhalten Nutzer eine verlässliche Grundlage für Klimaberichterstattung, Produktvergleiche oder externe Kommunikation.

Wichtig: Ein Vergleich verschiedener PCFs ist grundsätzlich nur möglich, sofern funktionelle Einheit und Systemgrenzen identisch definiert sind.