PCF: Berichterstellung nach ISO 14067, PACT und Catena-X
24. Juli 2026
Auswahl von Standards und automatische Anpassung des Berichts
Product Carbon Footprints sind nur so belastbar wie das Regelwerk, das ihnen zugrunde liegt – und dieses Regelwerk unterscheidet sich je nach Standard im Detail. Mit den neuen standardspezifischen Modi übersetzt unsere Plattform diese Unterschiede jetzt automatisch in Ihre Datenerfassung.
Sie wählen zwischen ISO 14067, PACT v3.0 und Catena-X PCF Rulebook v4 direkt bei der Berichterstellung. Die Eingabemaske des Berichts passt sich anschließend automatisch an die gewählten Standards an: Erforderliche Felder erscheinen, nicht zulässige werden ausgeblendet. Kein Nachschlagen in Normtexten, keine Interpretationsspielräume, keine Compliance-Lücken. Sie berechnen von Anfang an regelkonform.
Die neuen Emissionsfaktoren zur direkten Landnutzungsänderung und biogenen CO2-Aufnahme
Das Treibhauspotenzial aus direkter Landnutzungsänderung muss nach ISO 14067 und PACT separat ausgewiesen werden. Deshalb ergänzen wir jetzt den Emissionsfaktor (direkte Landnutzungsänderung) (dLUC) im Bereich der zusätzlichen Emissionsfaktoren. In der Bilanz erscheint das Ergebnis transparent als eigene Position "GWP (direkte Landnutzungsänderung)". Indirekte Landnutzungsänderung (iLUC) bleibt hiervon ausgenommen.
Ergänzend fügen wir den Emissionsfaktor für die biogene CO₂-Aufnahme zu den zusätzlichen Emissionsfaktoren hinzu, der die von Biomasse aus der Atmosphäre entzogene CO₂-Menge als negativen Entzug erfasst. In der Bilanz erscheint er als eigene Position "GWP biogene CO₂-Aufnahme".
Biogene Emissionen: jetzt vollständig standardkonform
Der biogene Emissionsfaktor bildet künftig gezielt die biogenen Nicht-CO₂-Emissionen ab — als eigenständige Größe GWP biogen (exkl. CO₂) in der Bilanz. Das entspricht der von PACT und Catena-X geforderten separaten Ausweisung biogener Nicht-CO₂-Emissionen.
Verpflichtend oder optional? Auf einen Blick.
Schluss mit dem Blättern durch drei Normwerke: Jeder Emissionsfaktor zeigt jetzt direkt an, für welchen Standard er verpflichtend und für welchen optional ist. Sie sehen den Verbindlichkeitsgrad dort, wo Sie ihn brauchen – bei der Eingabe. Das spart Zeit, reduziert Fehler und macht jedes Ergebnis nachvollziehbar.
Kohlenstoffgehalt bis auf die Aktivität genau
Neu ist außerdem der biogene und fossile Kohlenstoffgehalt als manuelles Eingabefeld je Aktivität. Die Werte werden automatisch über alle Aktivitäten summiert und in der Bilanz auf Produktebene ausgegeben – granulare Erfassung, aggregiertes Ergebnis, volle Transparenz über die gesamte Wertschöpfung.
Das Ergebnis: ein PCF, der Ihrem Standard nicht nur ähnelt, sondern ihm exakt entspricht – nachvollziehbar, prüfsicher und bereit für den Austausch entlang Ihrer Lieferkette.